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Zwote erlebt gebrauchten Tag gegen HSG Schwarzbach

Der Spielbericht wird präsentiert von der pursports Wallau GmbH, Kooperationspartner des Regio-Teams und der HSG Breckenheim Wallau/Massenheim.

Deutliche 28:46-Heimniederlage im Duell der Ungeschlagenen – Christian Beer stellt sich schützend vor seine junge Mannschaft

Das hatte sich die Zwote ganz anders vorgestellt. Im Nachbarschaftsduell gegen die ebenfalls noch ungeschlagene HSG Schwarzbach musste die Mannschaft von Trainer Christian Beer am Samstagnachmittag eine deutliche 28:46-Niederlage (11:21) hinnehmen. Nach drei Siegen zum Saisonauftakt erwischte die HSG II einen gebrauchten Tag, an dem über weite Strecken nur wenig zusammenlief.

Bereits der Start in die Begegnung verlief denkbar ungünstig. Während Schwarzbach seine ersten Angriffe konsequent nutzte, ließ die Zwote gleich mehrere gute Möglichkeiten liegen. Pfostentreffer, Fehlwürfe und Paraden des Gästetorhüters verhinderten eigene Erfolgserlebnisse. Nach knapp drei Minuten lag die Ländches-HSG bereits mit 0:4 zurück, ehe Felix Krebs den ersten Treffer erzielte.

Auch in der Folge fand die Mannschaft nur schwer in die Partie. Schwarzbach nutzte die Unsicherheiten konsequent aus und setzte sich über 2:8 nach gut neun Minuten ab. Zwar kämpfte sich die Zwote zwischenzeitlich auf 6:9 heran und hatte die Möglichkeit, den Rückstand per Siebenmeter weiter zu verkürzen. Doch auch diese Chance blieb ungenutzt. Statt einer möglichen Aufholjagd übernahmen die Gäste wieder das Kommando.

„Wir haben uns in den ersten zehn bis fünfzehn Minuten immer wieder hundertprozentige Chancen herausgespielt, mit denen wir hätten ausgleichen können. Aber wir haben den Pfosten getroffen, neben das Tor geworfen oder sind am Torhüter gescheitert“, sieht Christian Beer den Spielbeginn. „Dann liegst du schnell mit vier Toren hinten, und das wird für die Köpfe der Jungs natürlich schwierig.“

Hinzu kamen personelle Probleme. Mit Julius Grund und Fabian Luft gingen zwei angeschlagene Spieler in die Begegnung. Grund war weiterhin durch seine Schienbeinprobleme beeinträchtigt, Luft konnte wegen Schulterbeschwerden nur eingeschränkt eingesetzt werden. Gerade gegen die offensivstarken Gäste fehlten der Zwoten damit zusätzliche Möglichkeiten.

Nach dem vergebenen Siebenmeter beim Stand von 6:9 zog Schwarzbach erneut davon. Über 9:16 und 10:21 wuchs der Rückstand bis zur Pause auf zehn Treffer an. Beim 11:21-Halbzeitstand war bereits eine deutliche Vorentscheidung gefallen.

Auch nach dem Seitenwechsel änderte sich wenig am Spielverlauf. Schwarzbach blieb im Angriff äußerst konsequent und baute seine Führung weiter aus. Nach gut 39 Minuten stand es 14:29, wenig später 18:33. Die Zwote versuchte zwar weiterhin, dagegenzuhalten, fand aber weder in der Abwehr den nötigen Zugriff noch im Angriff die erforderliche Sicherheit.

Besonders die drei treffsichersten Schwarzbacher Spieler bekam die Zwote über die gesamte Begegnung nicht in den Griff. Mika Weiner erzielte zwölf Treffer, Ben Büchter und Malte Braun trafen jeweils zehnmal. Gemeinsam waren sie damit für 32 der 46 Gästetore verantwortlich.

Aufseiten der Zwoten stemmte sich vor allem Julius Grund mit acht Treffern gegen die Niederlage. Constantin Schenk erzielte fünf Tore, Luis Zuber und Konstantin Prag waren jeweils dreimal erfolgreich. Am deutlichen 28:46-Endstand änderte dies allerdings nichts mehr.

Trainer Christian Beer fand nach der Partie klare Worte, ohne seiner Mannschaft Vorwürfe zu machen: „Wir haben heute über 60 Minuten auf fast allen Positionen nicht funktioniert. Von der ersten bis zur letzten Minute war der Wurm drin. Wir haben keinen richtigen Zugriff bekommen und konnten uns aus dieser Situation auch nicht mehr befreien. Das war einfach ein gebrauchter Tag.“

Trotz der deutlichen Niederlage richtet Beer den Blick bereits wieder nach vorne. Gerade im Umgang mit seiner jungen, neu zusammengestellten Mannschaft sieht er sich jetzt besonders gefordert.

„Wir werden jetzt gar nicht so viel darüber reden. Mund abputzen und weitermachen. Es ist meine Aufgabe, die jungen Spieler nicht in den Keller fallen zu lassen, sondern sie weiter aufzubauen, ihnen Selbstvertrauen zu geben und mit ihnen zu arbeiten. Solche Spiele gehören bei einer jungen, durchmischten Mannschaft eben auch dazu.“

Nach drei erfolgreichen Saisonspielen musste die Zwote damit ihre erste Niederlage hinnehmen und steht nun bei 6:2 Punkten. Entscheidend wird sein, die Partie schnell abzuhaken, die Fehler aufzuarbeiten und in den kommenden Begegnungen wieder an die Leistungen der ersten Spieltage anzuknüpfen.

HSG: Weilbacher, Schneider – Vogeley, Krestan (1Tor), Krebs (2), Mester, Löffler (2), Luft, Grund (8), Zuber (3), Prag (3), Berger (2), Mrowietz (2), Schenk (5).