Der Spielbericht wird präsentiert von der pursports Wallau GmbH, Kooperationspartner des Regio-Teams und der HSG Breckenheim Wallau/Massenheim.
33:33 bei der TSG Münster III – HSG dreht nach Sieben-Tore-Rückstand auf und belohnt sich mit dem Ausgleich in letzter Sekunde
Was für ein Handballkrimi in Münster! Die Zwote hat am Samstagabend bei der stark besetzten TSG Münster III nach einer beeindruckenden Aufholjagd ein 33:33-Unentschieden (16:19) erkämpft. Dabei lag die Mannschaft von Trainer Christian Beer in der zweiten Halbzeit bereits mit sieben Toren zurück. Doch mit großem Kampfgeist, einer deutlich verbesserten Abwehr und einem starken Marcel Weilbacher im Tor gelang dem Ländches-Team in letzter Sekunde noch der verdiente Ausgleich.
Die Voraussetzungen für die Partie waren alles andere als günstig. Mehrere Spieler standen nicht zur Verfügung, zudem war die A-Jugend zeitgleich im Einsatz.
Die Zwote erwischte zunächst einen ordentlichen Start und hielt die Begegnung bis zum 10:10 nach gut 15 Minuten offen. Anschließend übernahm Münster zunehmend die Kontrolle. Die Gastgeber, die mit einem vollen und erfahrenen Kader angetreten waren, setzten sich über 14:10 und 17:12 ab. Doch die Zwote ließ sich nicht abschütteln und verkürzte bis zur Pause auf 16:19.
Nach dem Seitenwechsel schien die Partie zunächst in Richtung der Gastgeber zu kippen. Münster baute seine Führung kontinuierlich aus und lag in der 43. Minute mit 27:20 vorne. Zu diesem Zeitpunkt deutete vieles auf die nächste deutliche Niederlage der Zwoten hin.
Doch die Mannschaft zeigte eine bemerkenswerte Reaktion. Angeführt von einem überragenden Julius Grund, der sowohl im Angriff als auch in der Abwehr Verantwortung übernahm, kämpfte sich die Mannschaft zurück. Auch David Löffler überzeugte mit einer starken Abwehrleistung in der zweiten Halbzeit. Gleichzeitig erwies sich der Torhüterwechsel zur Pause als wichtiger Faktor. Marcel Weilbacher brachte mit zahlreichen Paraden neue Sicherheit ins Spiel seiner Mannschaft.
Tor um Tor verkürzte die Zwote den Rückstand. Über 27:23 und 27:26 kämpfte sich das Ländches-Team wieder heran. In der 50. Minute gelang Joshua Mester sogar die erste Führung seit der Anfangsphase zum 29:28.
Münster schlug noch einmal zurück und ging in der Schlussphase mit 33:31 in Führung. Doch die Zwote gab sich nicht geschlagen. Julius Grund verkürzte eine Minute vor dem Ende auf 33:32. Anschließend wurde Marcel Weilbacher zum entscheidenden Mann. Mit zwei Paraden gegen Würfe von den Außenpositionen hielt er seine Mannschaft im Spiel und leitete den letzten Angriff ein. Über David Löffler gelangte der Ball zu Felix Krebs, der mit der Schlusssirene zum umjubelten 33:33 traf.
Trainer Christian Beer war nach der Partie begeistert von der Reaktion seiner Mannschaft: „Als wir mit sieben Toren hinten lagen, sah es schon danach aus, als würden wir wieder richtig unter die Räder kommen. Aber die Jungs haben sich da wirklich reingearbeitet und richtig Gas gegeben. Wir haben in der Abwehr endlich zugepackt und richtig aggressiv gespielt. Julius war vorne wie hinten überragend
Besonders beeindruckt war Beer von seinem Torhüter: „Wir haben zur Halbzeit den Marcel gebracht, und der hat phasenweise wirklich die Hütte vernagelt. Allein in den letzten 40 Sekunden hält er zweimal von außen. Das war schon richtig stark.“
Auch die übrigen Spieler verdienten sich Anerkennung. Konstantin Prag und Luis Zuber übernahmen Verantwortung im Rückraum, obwohl dort kaum Wechselmöglichkeiten bestanden. Joshua Mester nutzte insbesondere in der zweiten Halbzeit die Lücken in der offensiven Münsterer Abwehr.
Wie hoch Christian Beer den Punktgewinn einschätzt, machte er mit Blick auf den Gegner deutlich: „Münster ist da wirklich mit einer bärenstarken Truppe und einem vollen Kader aufgelaufen. Und wenn du dann mit unseren Voraussetzungen dort bestehst und noch einen Punkt mitnimmst, ist das schon richtig geil. Da sieht man einfach, dass wir in der Klasse angekommen sind und eine gute Mannschaft haben, wenn wir alles auf die Platte bekommen.“
Mit 13 Treffern war Julius Grund der überragende HSG-Torschütze. Constantin Schenk und Joshua Mester steuerten jeweils vier Tore bei.
Nach der deutlichen Niederlage gegen Schwarzbach zeigte die Zwote damit die erhoffte Reaktion. Der hart erkämpfte Auswärtspunkt wurde anschließend gemeinsam gefeiert. Die Mannschaft fuhr nach dem Spiel noch nach Wallau, unterstützte die Herren III und ließ den erfolgreichen Handballabend gemeinsam ausklingen.
HSG: Weilbacher, Schneider – Bamberg, Krestan (2 Tore), Krebs (3), Mester (4), Löffler (2), Grund (13), Zuber, Prag (2), Schönau, Mrowietz (3), Schenk (4/1).