Die Ländches-HSG steht am kommenden Wochenende vor drei spannenden Auswärtsaufgaben – von Spitzenkampf bis zur Jagd nach der makellosen Saisonbilanz ist alles dabei.
Schwere Auswärtsaufgabe beim Tabellenführer – Regio-Team gastiert bei der ESG Gensungen/Felsberg
Auf das Regio-Team wartet am kommenden Samstag eine anspruchsvolle Aufgabe. Die Mannschaft von Trainer Tobias Schimmelbauer ist zu Gast bei Tabellenführer ESG Gensungen/Felsberg – dem aktuell konstantesten und dominierenden Team der Liga. Die Gastgeber stehen nicht nur souverän an der Spitze, sondern können mit einem Sieg den Aufstieg in die 3. Liga perfekt machen. Entsprechend hoch wird die Motivation auf Seiten der ESG sein, vor heimischem Publikum den entscheidenden Schritt zu gehen. Anwurf ist um 19:30 Uhr in der Kreissporthalle in Gensungen.
Für die Ländches-HSG ist die Ausgangslage klar: Die Favoritenrolle liegt eindeutig bei den Nordhessen. Dennoch wird das Regio-Team die Reise nicht antreten, um nur als Kulisse für mögliche Feierlichkeiten zu dienen. Die Mannschaft will die Aufgabe mit voller Konzentration angehen, das Spiel nicht abschenken und alles investieren, um dem Tabellenführer Paroli zu bieten. Gerade Begegnungen gegen Spitzenteams erfordern mannschaftliche Geschlossenheit – und genau das zeichnet das Ländches-Team mit Spannung, Leidenschaft und Herzblut aus.
Ein Blick auf das Hinspiel macht die Stärke der ESG Gensungen/Felsberg deutlich. Im ersten Aufeinandertreffen musste sich das Ländches-Team mit 21:28 geschlagen geben. Der Tabellenführer zeigte über weite Strecken, warum er die Liga anführt: mit stabiler Defensive, viel Tempo und der Fähigkeit, Schwächephasen des Gegners konsequent zu bestrafen. Die Schimmelbauer-Schützlinge hielten phasenweise gut dagegen, konnten sich offensiv jedoch nicht dauerhaft behaupten, um das Spiel enger zu gestalten.
Auch die jüngsten Ergebnisse unterstreichen die starke Form der ESG. Gensungen/Felsberg präsentiert sich seit Wochen in beeindruckender Verfassung, punktet konstant und hat sich mit einer Serie überzeugender Auftritte die beste Ausgangsposition im Aufstiegsrennen gesichert. Die Mannschaft strotzt vor Selbstvertrauen und hat sowohl offensiv als auch defensiv zuletzt mehrfach ihre Klasse unter Beweis gestellt.
Doch auch die Ländches-HSG reist nicht ohne Selbstvertrauen an. Das Team hat in dieser Saison mehrfach gezeigt, dass es mit starken Gegnern mithalten kann und sich auch in schwierigen Situationen nicht aufgibt. In den vergangenen Wochen lieferte die Mannschaft immer wieder gute Leistungen, konnte wichtige Spiele für sich entscheiden und sich im oberen Tabellenbereich behaupten.
Trainer Tobias Schimmelbauer: „Für uns ist es das schwerste Spiel der Saison und gleichzeitig das einfachste, da wir keinen Druck haben. Die ESG kann mit einem Sieg gegen uns aufsteigen, und die Feierlichkeiten sind dort bereits geplant. Trotzdem wollen wir versuchen, etwas aus Gensungen mitzunehmen und uns die eine oder andere Raffinesse einfallen zu lassen. Wir wissen, dass die ESG gut drauf ist, fahren aber nicht als Partygäste dorthin, sondern schauen, was für uns möglich ist.“
Für das BW/M-Team ist dieses Auswärtsspiel mehr als nur eine Pflichtaufgabe gegen den Spitzenreiter. Es ist die Gelegenheit, sich mit dem mutmaßlichen Aufsteiger zu messen und den Favoriten zu fordern. Die Ländches-Sieben wird alles daransetzen, den Gastgebern den Weg so schwer wie möglich zu machen und sich mit einer engagierten, couragierten Leistung bestmöglich zu präsentieren.
Die „Zwote“ will in Niederhofheim/Sulzbach Wiedergutmachung betreiben
Für die zweite Mannschaft steht am kommenden Wochenende in der Bezirksoberliga ebenfalls eine Auswärtsaufgabe an. Die „Zwote“ gastiert am Sonntag um 17:30 Uhr, Liederbachhalle, bei der ESG Niederhofheim/Sulzbach und trifft damit auf einen Gegner, der in eigener Halle als unangenehm und kampfstark gilt. Für die Regio-Reserve geht es dabei nicht nur um Punkte, sondern auch darum, nach der Niederlage in Eltville eine Reaktion zu zeigen und sich mit einer engagierten Leistung zu rehabilitieren. Die „Zwote“ will Wiedergutmachung betreiben, von Beginn an mit der richtigen Einstellung auftreten und in Niederhofheim/Sulzbach deutlich machen, dass sie aus dem Spiel im Rheingau die richtigen Schlüsse gezogen hat.
Mit der ESG Niederhofheim/Sulzbach wartet allerdings eine anspruchsvolle Aufgabe. Spiele gegen diesen Gegner sind traditionell intensiv, körperbetont und oft bis in die Schlussphase hinein umkämpft. Besonders in eigener Halle versteht es die ESG, das Spiel mit viel Einsatz zu gestalten und dem Gegner früh ihren Rhythmus aufzuzwingen. Für die Zwote wird es deshalb entscheidend sein, von Anfang an hellwach zu sein, in der Defensive kompakt zu arbeiten und sich möglichst wenig einfache Fehler zu erlauben.
Die zweite Mannschaft hat in dieser Saison immer wieder bewiesen, dass sie in engen Spielen dagegenhalten und auch in schwierigen Phasen als Einheit auftreten kann. Genau diese Qualitäten werden nun gefragt sein. Im Angriff braucht es Geduld und Klarheit in den Aktionen, in der Abwehr die nötige Aggressivität im Verbund und über die gesamte Spielzeit hinweg die Bereitschaft, jeden Zweikampf anzunehmen.
Trainer Christian Beer: „Uns erwartet in Liederbach ein schweres Auswärtsspiel. In den letzten Jahren konnten wir dort nichts Zählbares mitnehmen. Personell gibt es noch das eine oder andere Fragezeichen. Ein Aspekt sind sicherlich unsere jungen Spieler, die aktuell aus der A-Jugend zu uns gestoßen sind und ins Training eingestiegen sind. Wir müssen jedoch schauen, inwieweit ihnen die Abläufe schon geläufig sind, um den Anforderungen in der Bezirksoberliga standhalten zu können. Wir wollen sie auch nicht verheizen. Um diesmal etwas aus der Liederbachhalle mitzunehmen, müssen wir es schaffen, von Anfang an hellwach zu sein, den Fight anzunehmen und unsere Stärke abzurufen. Die Mannschaft hat auf jeden Fall „Bock“ auf das Spiel.“
Klar ist: Die Zwote wird die Aufgabe mit dem nötigen Respekt angehen, will sich aber nicht verstecken. Gelingt es, das Spiel lange offen zu halten, die Zweikämpfe konsequent anzunehmen und die eigenen Chancen besser zu nutzen, ist auch in der Liederbach einiges möglich.
Damen wollen perfekte Saison weiter veredeln
Für das Damenteam steht am kommenden Sonntagmittag das Auswärtsspiel bei der HSG BIK Wiesbaden an. Anwurf in der Sporthalle der Theodor-Fliedner-Schule in Bierstadt ist bereits um 14:00 Uhr.
Die Ausgangslage ist dabei klar: Der Mannschaft von Trainer Florian Krahl ist die Meisterschaft in der Bezirksklasse und die Rückkehr in die Bezirksliga nicht mehr zu nehmen. Trotzdem werden die Ländches-Damen die Partie in Bierstadt keinesfalls auf die leichte Schulter nehmen. In den beiden verbleibenden Saisonspielen geht es für die Mannschaft darum, sich für eine bislang makellose Runde auch den perfekten Abschluss zu sichern. Mit 20:0 Punkten haben die HSG-Damen bislang eine weiße Weste bewahrt – und genau die soll auch in den letzten beiden Begegnungen Bestand haben.
Das klare Ziel ist daher: Die HSG-Damen wollen sich in den letzten Saisonspielen weiterhin als geschlossene Einheit präsentieren, ihre starke Saison bestätigen und den verdienten Aufstieg mit einer makellosen Runde veredeln.