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Regio-Team verpasst Punktgewinn in letzter Sekunde

HSG unterliegt TSG Offenbach-Bürgel nach packendem Saisonauftakt mit 26:27

Was für ein Auftakt in die neue Regionalliga-Saison: Das Regio-Team der lieferte sich mit der TSG Offenbach-Bürgel über 60 Minuten einen intensiven und bis zur letzten Aktion völlig offenen Schlagabtausch. Mit 26:27 (16:17) musste sich das Ländches-Team in der Hans-Jürgen Portmann Halle denkbar knapp geschlagen geben. Der offizielle Spielbericht weist entsprechend die TSG als Sieger einer Partie aus, in der beide Mannschaften über weite Strecken eng beieinander lagen. 

Dabei erwischte die Löndches-HSG einen guten Start. Simon Vormbrock erzielte das erste Saisontor zum 1:0, und in der Folge entwickelte sich zunächst eine ausgeglichene Begegnung. Mitte der ersten Hälfte gelang es der Mannschaft von Trainer Tobias Schimmelbauer erstmals, sich etwas deutlicher abzusetzen. Über 7:6 und 10:7 baute die HSG ihren Vorsprung bis zur 24. Minute auf 14:10 aus.

Die Gäste aus Offenbach-Bürgel ließen sich davon allerdings nicht beeindrucken. Mit zunehmender Spieldauer kämpften sie sich zurück und verkürzten Tor um Tor. Für die HSG kam erschwerend hinzu, dass Lennard Beer in der Schlussphase der ersten Hälfte nach einem Foulspiel disqualifiziert wurde. Kurz vor der Pause hatte Bürgel die Partie schließlich gedreht und ging mit einer knappen 17:16-Führung in die Kabine. 

Auch nach dem Seitenwechsel blieb die Partie umkämpft. Die Löndes-Sieben glich zunächst zum 17:17 aus und ging wenig später beim 19:18 erneut in Führung. Danach erwischten jedoch die Gäste die bessere Phase und machten aus dem Rückstand eine 22:19-Führung. Tobias Schimmelbauer reagierte mit einer Auszeit – und sein Team fand zurück in die Begegnung. Über 21:22 und 23:23 drehte die HSG das Spiel erneut und lag nach Treffern von Nick Bürkle und Lukas Kummerer beim 25:23 wieder mit zwei Toren vorne. 

Doch auch dieser Vorsprung sollte nicht reichen. Bürgel nutzte seine Möglichkeiten konsequent und erzielte vier Treffer in Folge zum 25:27. Die HSG gab sich dennoch nicht geschlagen. Julius Lunnebach verkürzte gut zwei Minuten vor dem Ende auf 26:27 und sorgte damit für eine hochdramatische Schlussphase. 

Nach der letzten Auszeit der HSG bot sich schließlich tatsächlich noch die Chance auf den Ausgleich. Mit Ablauf der Spielzeit erhielt das Ländches-Team einen Siebenmeter. Lunnebach, der bis dahin sechsmal getroffen hatte, übernahm die Verantwortung. Sein Wurf fand diesmal jedoch nicht den Weg ins Tor – unmittelbar danach war Schluss.

Trainer Tobias Schimmelbauer stellte sich nach der Partie ausdrücklich vor seinen jungen Spieler. Für ihn überwog trotz der großen Enttäuschung die Leistung der gesamten Mannschaft: „Wir sind natürlich sehr enttäuscht. Wir haben ein gutes Spiel gemacht, haben super gekämpft. Es war ein sehr umkämpftes und enges Spiel.“ Gleichzeitig machte er deutlich, dass es keinen Vorwurf an Lunnebach gebe, der ein starkes Spiel gezeigt und in der entscheidenden Situation Verantwortung übernommen habe.

So steht zum Saisonauftakt zwar eine Niederlage auf dem Papier, die Leistung gegen einen der ambitionierten Gegner der Regionalliga macht aber Mut für die kommenden Aufgaben. Die HSG zeigte über 60 Minuten, dass sie auf diesem Niveau nicht nur mithalten, sondern einem starken Gegner auch selbst das Spiel aufzwingen kann. Entscheidend wird nun sein, die positiven Ansätze mitzunehmen und in den kommenden Begegnungen weiterzuentwickeln.

Bereits am kommenden Samstag wartet die nächste anspruchsvolle Aufgabe. Dann ist das Regio-Team auswärts beim TV Hüttenberg II gefordert.

HSG Breckenheim Wallau/Massenheim: Schermuly, Grosbach, Quandt – Lunnebach (6/2 Tore), Gottron (5), Vormbrock (4), Göttert (3), Bürkle (3), Herbertz (3), Kummerer (2), Crecelius, Obergfell, Beer, Mester, Lange, Krawczak.