Die Zwote startete konzentriert in die Partie und führte nach neun Minuten verdient mit 4:1. Doch im weiteren Verlauf verlor die Mannschaft etwas den Faden. Im Angriff verzettelte man sich zunehmend in Einzelaktionen und fand nicht mehr zum zuvor gezeigten Zusammenspiel. Die Gastgeber aus Eddersheim nutzten diese Phase und glichen zum 6:6 aus.
Neben den Problemen im Angriff agierte die HSG auch in der Abwehr zu harmlos. Paul Schönau versuchte mit konsequenter Defensivarbeit, seine Mitspieler mitzureißen, stand dabei jedoch oftmals alleine. Eddersheim nutzte die entstandenen Unsicherheiten und setzte sich bis zur Pause ab. Mit einer 14:12-Führung für die Gastgeber ging es in die Kabine.
Auch nach dem Seitenwechsel zeigte sich zunächst ein unverändertes Bild: Die Zwote agierte nicht konsequent genug, während Eddersheim die Fehler immer wieder zu nutzen wusste. Beim Stand von 19:17 für die Hausherren in der 36. Minute schien das Spiel weiter in Richtung der Gastgeber zu kippen.
Um einen Impuls im Spiel zu setzen, traf man auf der Bank eine Entscheidung und wechselte im Tor. Justin Beer, der nach zwei Kreuzbandrissen eigentlich das Torwarttraining der Zwoten übernimmt, stellte sich kurzfristig in den Dienst der Mannschaft. Da Lars Hohmann verletzt ist und Ben Großbach gleichzeitig mit der A-Jugend unterwegs war, war Justin Beer der einzige verfügbare Ersatz.
Diese Entscheidung sollte sich als Match-Changer erweisen: Mit mehreren starken Paraden brachte Justin Beer die HSG wieder ins Spiel. Schritt für Schritt kämpfte sich die Zwote zurück. Nach dem 22:22 in der 47. Minute übernahm die HSG zunehmend die Kontrolle über die Partie.
In der Schlussphase spielte die Zwote ihre Vorteile konsequent aus. Bis zur 57. Minute setzte sich das Team auf 29:24 ab und entschied die Partie damit vorzeitig. Am Ende stand ein 30:26-Auswärtssieg für die HSG II auf der Anzeigetafel der Städtischen Sporthalle in Hattersheim.
Ganz nach dem Motto: „Ein gutes Pferd springt nur so hoch, wie es muss“ – und manchmal braucht es eben genau diesen gezielten Sprung, um das Spiel zu entscheiden.
Es spielten: Till Schneider, Justin Beer (beide Tor); Felix Wirbellauer, Levi Herbertz (8 Tore), Felix Krebs, David Löffler (7), Justus Dietrich (5), Paul Schönau, Gregor Wagner, Max Schäfer (4/3), Malte Obergfell (3), Timo Mrowietz (3)