Trotz äußerst angespannter Personalsituation hat das Regio-Team einen wichtigen Erfolg gefeiert. Beim Auswärtsspiel in Obernburg setzte sich die Ländches-HSG mit 32:28 (14:12) durch und sammelte wertvolle Punkte im Kampf um die Tabellenpositionen.
Die Vorzeichen vor der Partie waren alles andere als günstig. Neben mehreren langfristigen Ausfällen musste die Mannschaft kurzfristig auch noch auf Yannick Sinnecker verzichten. Auf der Auswechselbank standen damit lediglich drei Feldspieler zur Verfügung. Um handlungsfähig zu bleiben, streiften sowohl Trainer Tobias Schimmelbauer als auch der im Sommer eigentlich zurückgetretene Philipp Botzenhardt noch einmal das Trikot über. Insgesamt bestand der verfügbare Feldspielerkader damit aus nur elf Akteuren, darunter gleich drei Kreisläufer.
Dennoch erwies sich die personelle Notlage nicht als entscheidender Nachteil. Auch eine Rote Karte gegen Lennard Beer kurz nach der Pause brachte die Löndes-HSG nicht aus dem Konzept. Die Mannschaft fand gut in die Begegnung, musste im ersten Durchgang zwischenzeitlich zwar einen kleinen Rückstand hinnehmen, fing sich jedoch schnell wieder. Nach einer Phase mit ausgelassenen Chancen gelang es dem Team, mit einer Serie von vier Treffern in Folge die Kontrolle zurückzugewinnen und mit einer knappen Führung in die Halbzeit zu gehen.
Um Kräfte zu sparen, agierte das Regio-Team phasenweise mit sieben Feldspielern im Angriff und setzte auf lange, kontrollierte Ballbesitzphasen. Dieses Konzept zog die Ländches-Jungs konsequent bis zum Spielende durch. Auch nach Wiederanpfiff blieb die Partie zunächst ausgeglichen, ehe sich Breckenheim Schritt für Schritt absetzen konnte.
In der zweiten Halbzeit übernahm vor allem der Rückraum Verantwortung. Simon Vormbrock führte das Angriffsspiel, erzielte wichtige Treffer und sorgte dafür, dass der Vorsprung konstant blieb. Auf das sonst typische Tempospiel verzichtete die HSG bewusst und legte stattdessen den Fokus auf eine niedrige Fehlerquote und einen stabilen Rückzug in die Defensive.
Am Ende stand ein verdienter Auswärtserfolg, der vor allem auf mannschaftlicher Geschlossenheit, taktischer Disziplin und hoher Einsatzbereitschaft beruhte – ein Sieg, der unter diesen Umständen besonders hoch zu bewerten ist.
Es spielten: Schermuly, Quandt (beide Tor) – Kummerer (9 Tore), Vormbrock, Krawczak (6), Göttert (4), Gottron (3), Schaeffter, Beer, Botzenhardt, Lange (je 1), Schimmelbauer