21. März, 16:30 Uhr, Breckenheim, Hans-Jürgen-Portmann-Halle
Mehr Drama geht kaum: Am letzten Spieltag der Bezirksoberliga trifft die männliche A-Jugend der HSG Breckenheim Wallau/Massenheim auf die TSG Münster II – und es geht um nichts Geringeres als die Meisterschaft. Zwei Teams, 60 Minuten, ein Titel.
Gipfeltreffen zum perfekten Zeitpunkt
Dass dieses Duell ausgerechnet am letzten Spieltag stattfindet, wirkt fast wie ein Drehbuch. Tabellenführer Münster (28:2 Punkte) gegen Verfolger HSG (26:4 Punkte). Klar ist: Breckenheim muss gewinnen. Ob dafür ein Sieg mit mehr als drei Toren notwendig ist, sorgt noch für etwas Verwirrung – unter anderem wegen der kuriosen 0:0-Wertung samt zwei Punkten für Münster gegen Goldstein. Doch Rechenspiele hin oder her: Die HSG weiß, was sie tun muss – alles in die Waagschale werfen und gewinnen.
Offensivpower gegen Flexibilität
Ein Blick auf die Zahlen zeigt, warum dieses Spiel den Titel „Topspiel“ mehr als verdient:
HSG: 544:415 Tore vs. Münster: 535:424 Tore
Die Ländches-Jungs stellen eine der stärksten Offensiven der Bezirksoberliga. Über 500 geworfene Tore sprechen eine klare Sprache. Tempo, Spielfreude, Variabilität – diese Mannschaft weiß, wo das Tor steht.
Das Hinspiel? Ein echter Krimi. 35:32 gewann Münster – mit dem nötigen Quäntchen Glück. „Das hätten wir genauso gewinnen können“, sagt HSG-Coach Matze Hieronimus. Die Chancen waren da, nur die Konsequenz im Abschluss fehlte.
Volle Halle als X-Faktor?
Die Botschaft ist klar: Breckenheim soll beben. Die Mannschaft wünscht sich eine volle Hans‑Jürgen‑Portmann‑Halle. Jugendteams, Aktive, Eltern und Freunde – alle in die Halle. Dieses Spiel ist mehr als ein gewöhnliches Ligaduell. Es ist der Saisonhöhepunkt, ein echtes Meisterschaftsfinale und zugleich das letzte Jugendspiel für mehrere Leistungsträger – ein emotionaler Abschied.
Wenn die HSG Breckenheim Wallau / Massenheim auf Münster trifft, ist das ohnehin selten ein normales Punktspiel. Diese Duelle haben Tradition: Intensität, Tempo, Emotionen, volle Bänke, hitzige Zweikämpfe – HSG gegen Münster ist im Jugendhandball das, was im Fußball Borussia Dortmund gegen FC Bayern München ist: Man weiß nie genau, wie es ausgeht – aber man weiß, dass es umkämpft ist.
Ein Abschied mit Titel?
Für Ben Grosbach, Constantin Schenk, Laurens Thyssen, Konstantin Prag, Oskar Städler und Robert Hey endet die Jugendzeit – sie wechseln in den Aktivenbereich. Ein Titel zum Abschied? Das wäre die perfekte Geschichte.
Mehr als nur Punkte
Im Jugendleistungssport geht es nicht nur um Tabellen. Es geht um Entwicklung, Zusammenhalt – und um Momente, die bleiben. „Eine Meisterschaft im letzten Jugendjahr? Das sind Erinnerungen, die man nie vergisst“, sagt Hieronimus.
Und genau deshalb wird am Samstag nicht gerechnet, sondern gekämpft Ende gilt: Der Bessere wird Meister. Und die HSG hat vor heimischem Publikum jede Chance, genau das zu sein.