Das Regio-Team hat sich am Sonntagabend in der Hans-Jürgen Portmann Halle mit einer starken Mannschaftsleistung belohnt und den TV Groß-Umstadt verdient mit 31:25 (16:11) bezwungen. Nach der deutlichen Niederlage im Hinspiel gelang der Mannschaft damit eindrucksvoll die gewünschte Revanche.
Die personelle Lage bleibt beim Team von Tobias Schimmelbauer allerdings weiterhin angespannt – und die Liste der Verletzten ist nun erneut um eine schmerzhafte Personalie länger geworden: Yannick Sinnecker fällt für den Rest der Saison aus. Umso bemerkenswerter war die Reaktion der Mannschaft, die diesem nächsten Rückschlag mit großer Geschlossenheit, echtem Teamgeist und viel Leidenschaft trotzte.
Dabei erwischte die HSG zunächst ein ausgeglichenes Spiel. Nach dem 1:0 durch Jannik Göttert blieb Groß-Umstadt in der Anfangsphase bis zum 4:4 auf Tuchfühlung. Dann aber nahm die Ländches-Sieben das Heft des Handelns in die Hand: Über 8:5 und 12:5 setzte sich die HSG Mitte der ersten Halbzeit erstmals deutlicher ab. Vor allem in dieser Phase zeigte die Mannschaft, was aktuell nur über mannschaftliche Geschlossenheit möglich ist – mit aggressiver Abwehr, hoher Laufbereitschaft und klarem Zug zum Tor. Vom 8:5 in der 15. Minute zog das Ländches-Team bis zur 19. Minute auf 12:5 davon. Auch als die Gäste zwischenzeitlich verkürzen konnten, behielt die HSG die Kontrolle. Mit einem verdienten 16:11 ging es in die Pause.
Nach dem Seitenwechsel blieb die Ländches-HSG zunächst weiter dominant. Drei Treffer in Folge von Lukas Kummerer, dazu zwei Tore von Dominik Krawczak und ein weiterer Treffer von Eric Schaeffter, sorgten dafür, dass der Vorsprung bis zum 23:16 in der 39. Minute weiter ausgebaut wurde. Doch Groß-Umstadt steckte nicht auf und nutzte eine Phase, in der die HSG durch Zeitstrafen und einige kleinere Unsauberkeiten etwas den Rhythmus verlor. Die Gäste kamen bis auf 23:19 heran und versuchten noch einmal, das Spiel offen zu gestalten.
In dieser kritischen Phase zeigte die HSG jedoch genau die Qualität, die sie an diesem Abend ausgezeichnet hat: Zusammenhalt, Ruhe und den unbedingten Willen, das Spiel gemeinsam zu gewinnen. Angeführt von einem überragenden Eric Schaeffter, der sowohl in der Abwehr als auch im Angriff ein ganz starkes Spiel machte, setzte sich das Regio-Team wieder ab.
Ebenfalls ein ganz entscheidender Faktor war Sebastian Schermuly zwischen den Pfosten. Mit starken Paraden und einer insgesamt sehr souveränen Leistung gab er seiner Mannschaft in wichtigen Momenten Sicherheit und war ein wesentlicher Garant dafür, dass Groß-Umstadt nicht mehr entscheidend herankam.
Am Ende stand ein verdienter 31:25-Heimsieg. Trotz der schwierigen Personalsituation überzeugte die Mannschaft als Einheit und belohnte sich mit einem starken Auftritt vor heimischem Publikum.
Es spielten:
Dennis Quandt, Sebastian Schermuly (beide Tor); Eric Schaeffter (8 Tore), Benjamin Krestan, Luis Zuber, Philipp Osterhagen (2), Jannik Göttert (4), Simon Vormbrock (1), Henry Gottron (1), Lennard Beer (1), Lukas Kummerer (10/2), Jonas Lange, Dominik Krawczak (4)