Mit einem dezimierten Kader musste das Regio-Team eine 28:32-Heimniederlage (14:13) gegen die TSG Offenbach-Bürgel hinnehmen.
Trotz der schwierigen personellen Situation – Eric Schaeffter und Jacob Kiedrowicz fielen kurzfristig aus – präsentierten sich die Gastgeber in der Anfangsphase hochkonzentriert und taktisch diszipliniert. Die Abwehr stand stabil, im Angriff agierte die HSG strukturiert und konsequent. Angeführt von Lukas Kummerer und Yannick Sinnecker erspielte sich das Team früh eine Führung. Zusätzlich gab Torhüter Dennis Quandt der Mannschaft mit mehreren starken Paraden in der ersten Halbzeit den nötigen Rückhalt. Innerhalb der ersten 20 Minuten setzte die HSG deutliche Akzente und zeigte, welches Leistungsniveau auch unter erschwerten Bedingungen möglich ist.
Im weiteren Verlauf nutzte Offenbach-Bürgel seine größere personelle Tiefe. Durch zahlreiche Wechsel erhöhten die Gäste Tempo und körperliche Präsenz, wodurch die Partie zunehmend ausgeglichener wurde. Noch vor der Pause verkürzte Offenbach den Rückstand, dennoch ging die HSG mit einer knappen 14:13-Führung in die Kabine.
Nach dem Seitenwechsel übernahmen die Gäste zunehmend die Kontrolle. Zwar gelang der HSG zwischenzeitlich noch der Ausgleich, doch der steigende Druck und das hohe Tempo der Gäste machten sich bemerkbar. Im Tor knüpfte Sebastian Schermuly in der zweiten Halbzeit nahtlos an die starke Leistung seines Vorgängers an und verhinderte mit wichtigen Paraden einen frühzeitigen Ausbau der Führung Offenbachs.
Mit zunehmender Spieldauer machte sich der Kräfteverschleiß bei der HSG bemerkbar. In der Defensive fehlte der Zugriff, im Angriff schlichen sich vermehrt Fehler ein. Offenbach-Bürgel nutzte diese Phase konsequent, spielte seine Erfahrung aus und fand immer wieder Lücken in der Abwehr. Am Ende setzte sich die individuell und physisch breiter aufgestellte Mannschaft verdient durch.
Ungeachtet der Niederlage lieferte die Partie wichtige Erkenntnisse. Vor allem die starke Anfangsphase und die geschlossene Mannschaftsleistung zeigen, welches Potenzial im Team steckt, wenn Intensität, Struktur und personelle Voraussetzungen zusammenkommen.
Es spielten: Dennis Quandt, Sebastian Schermuy (beide Tor); Lukas Kummerer (10/6 Tore), Yannick Sinnecker (4), Jannik Göttert (3), Simon Vormbrock (3), Henry Gottron (2), Dominik Krawczak (2), Luis Zuber (2), Philipp Osterhagen (1), Lennard Beer (1), Malte Obergfell, Jakob Kiedrowicz, Jonas Lange