Ein verdammt dickes Brett musste der Ländchesclub beim Heimsieg über die HSG Kleenheim/Langgöns bohren. In einer intensiven, interessanten und schnellen Partie siegten die Gastgeber, vor über 250 Zuschauern, dank einer Leistungssteigerung im zweiten Abschnitt mit 27:24 (10:11) und weisen nun 27:15 Punkte (Platz 4.) auf. Dazu wurde die Heimserie auf 19:3 Punkte ausgebaut.
Die Ländchescrew musste auf Philipp Osterhagen, Lucas Lorenz und den erkrankten Lukas Kummerer verzichten. Zum Glück waren Yannick Sinnecker und Timo Treber nach Verletzungen wieder einsatzbereit.
Trainer Tobias Schimmelbauer warnte vor der Partie vor dem Gegner, sprach von einer ganz einer schweren Partie. Er sollte recht behalten. Von Beginn an war ordentlich Thermik und Dampf in der Partie. Der Gast legte viel Leidenschaft ins Spiel. Die Hausherren hatten im ersten Akt große Probleme mit der Chancenverwertung. Reihenweise wurden freie Bälle versiebt oder es kam zu technischen Fehlern. Dafür funktionierte der Deckungsverband mit Eric Schaeffter und Henry Gottron im Mittelblock. Beide leisteten ein enormes Pensum. Dahinter sorgte Dennis Quandt mit einigen tollen Paraden, dass die Mittelhessen nicht früh enteilten. Brühl traf zum 7:10 (26.), doch zweimal Göttert und Schaeffter sorgten für 10:11 Pausenstand.
Mit Beginn des zweiten Aktes, ein konzentriertes und energisches HSG Regio-Team. Angeführt vom überragenden Yannick Sinnecker erhöhten die Gastgeber die Schlagzahl. Dennis Quandt vernagelte seinen Arbeitsplatz, schloss die Tür zu. Sechs Bälle in Folge parierte der Keeper. Diese Vorteile nutzten die Gastgeber entschlossen und voller Überzeugung. Vor allem über den Kreis durch den energiegeladenen Henry Gottron kamen die Gastgeber zum Torerfolg. Yannick Sinnecker hielt nun die Fäden in der Hand, glänzte als Torschütze und vortrefflicher Strafwurfschütze. Obendrein griff der Wirbelwind beim 22:21 tief in die Trickkiste, als er die klebrige Kugel aus unmöglichem Winkel ins Netz bugsierte. „Ich hab halt Gidsel geschaut“, gab der Rückraumspieler zum besten.
Botzenhardt erhöhte auf 19:13 (44.). Pech für den agilen Jannik Göttert der sich in der 49. Minute im Zweikampf einen Finger an der linken Hand auskugelte und unter heftigen Schmerzen die Platte verlies. Der Gast gab nicht auf, griff nach jedem Strohhalm und traf durch Patt zum 22:22 (54.) Ausgleich. Die HSG-Fans gaben den HSG Akteuren nun die nötige Rückendeckung. Die Routiniers Eric Schaeffter und Philipp Botzenhardt sorgten beim 24:22 für die Vorentscheidung. Der an diesem Abend treffsichere Henry Gottron brachte, mit seinem siebten Treffer den Erfolg endgültig unter Dach und Fach.
Julian Reusch ((Kleenheim) „Das war ein sehr intensives Spiel. In der ersten Hälfte haben wir das in der Deckung extrem gut gemacht. In der zweiten Halbzeit konnte wir das Tempospiel des Gegners nicht mehr unterbinden“, war Reusch trotzdem zufrieden.
Tobias Schimmelbauer (HSG B W/M) „Wir hätten es uns leichter machen können indem wir die freien Chancen einfach reinmachen. Ich bin sehr zufrieden und habe viel gute Ansätze gesehen. In der Abwehr waren wir wieder kompakter. Alles was wir verteidigen wollten haben wir gemacht.“
Die Ländchescrew fährt nun im Kampf um den zweiten Platz zum direkten Konkurrenten Gensungen/Felsberg (Sa. 19.30 Uhr, Sporthalle Felsberg).
Es spielten: Quandt, Schermuly, Schaeffter 3, Crecelius 1, Stamm, Klein 2, Treber, Göttert 3, Gottron 7, Beer, Botzenhardt 4, Sinnecker 7/2, Krestan
Zuschauer: 270
Schiedsrichter: Adam/Adam (Hofgeismar-Grebenstein)
Spielfilm: 1:0 (2.), 2:2 (4.), 5:4 (11.), 6:8 (15.), 7:10 (24.), 9:10 (28.), 10:11 – 12:11 (33.), 15:11 (36.), 17:12 (39.), 19:13 (44.), 19:17 (49.), 22:21 (54.), 24:22 (56.), 26:24 (58.) 27:24
Foto: wiesbadenaktuell